Joachim Ringelnatz und Strassenbahnen

Image result for Joachim_Ringelnatz

Strassenbahn 23 und 13

 

Was nur in Frankfurt sich begibt:

Die Trambahn hielt auf offner Strecke.

Sie sah am Wege eine Schnecke

Und sagte gähnend: »Steigen Sie ein, wenn es Ihnen beliebt.«

Die Schnecke wehrte: »Danke, mir pressiert es.«

Da gab die Bahn ein Abfahrtssignal und noch eins und

ein drittes und viertes.

Und wirklich begann sie allmählich weiter zu fahren,

Um noch vor Sonntag die nächste Station zu erreichen.

Dort lagen an dreihundert Leichen,

Lauter Leute, die über dem Warten verhungert waren.

 

Joachim Ringelnatz wurde als jüngstes von drei Geschwistern in einem Wohn- und Geschäftshaus am Crostigall 14 in Wurzen bei Leipzig um „11 ¾ Uhr“ in einem Zimmer über dem Flur geboren, wie der Geburtsschein der Hebamme belegt. Seine Eltern waren beide künstlerisch tätig. Sein Vater Georg Bötticher, der einer thüringischen Gelehrtenfamilie entstammte, war ein Musterzeichner und später hauptberuflicher Verfasser von humoristischen Versen und Kinderbüchern. Er veröffentlichte vierzig Bücher, unter anderem in Reclams Universal-Bibliothek. Die Mutter Rosa Marie, Tochter eines Sägewerksbesitzers, zeichnete ebenfalls, entwarf Muster für Perlstickereien und stellte Puppenbekleidung her. Ringelnatz wuchs in bescheidenem Wohlstand auf: Die Familie beschäftigte zwei Dienstmädchen.

Quelle:-https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Ringelnatz

 

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Camborne_and_Redruth_Tramways

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s