More Klabund! A Love Poem

LIEBESLIED

Klabund

Dein Mund, der schön geschweifte,
Dein Lächeln, das mich streifte,
Dein Blick, der mich umarmte,
Dein Schoß, der mich erwarmte,
Dein Arm, der mich umschlungen,
Dein Wort, das mich umsungen,
Dein Haar, darein ich tauchte,
Dein Atem, der mich hauchte,
Dein Herz, das wilde Fohlen,
Die Seele unverhohlen,
Die Füße, welche liefen,
Als meine Lippen riefen -:
Gehört wohl mir, ist alles meins,
Wüßt nicht, was mir das liebste wär,
Und gäb nicht Höll noch Himmel her:
Eines und alles, all und eins.

Information and a great photograph of Klabund, Alfred Henschke, appears at http://www.salonkultur.de/termine/autoren/Alfred_Henschke/56/#.V3TCc7grLIU

One translation by computer gives this in English as:-

Your mouth, the beautifully curly
Your smile that touched me,
Your look that embraced me,
Your lap, which me attention
Your arm, which wrapped around,.
Your Word that me umsungen
Your hair in there I popped up,
Your breath that breathed me,
Your heart, the wild foals,
The soul openly,
The feet, which were,
When my lips called: –
Mine, probably, everything is mine,.
Not know what about me the dearest,
And instead of hell was here yet Heaven:
One and all, all and one.

Maybe Line 6 means something like “Your speech that rings around in my head”

Das rote Zimmer -Li-TaiPe (von Klabund)

Es stampft mein Pferd. Der Blütenregen rauscht;
Und Blütenzweige streifen wolkig meine Wange.
Es kriecht der Fluß wie eine braune Schlange,
Auf der ein Segel sich wie eine Wespe bauscht.

Ein Mädchen lächelt. Bambusvorhang hebt
Sich unter ihrer Finger Mondenschimmer.
Und aus der Tiefe stürzt und lockt und schwebt
Ein dunkelrotes, ein ersehntes Zimmer –

Winkt mir, errötend, meines Mädchens Zimmer.

RR